Schnäppchen machen auf eBay

Diesmal will ich etwas über die Schnäppchenjagd auf eBay erzählen. Dort kann man ja bekanntlich günstig einkaufen, wenn man sich nicht ganz dämlich anstellt.

Auction

Ich schreibe diesen Artikel auch, weil ich schon öfter gefragt wurde, wie ich so erfolgreich auf eBay handle, seltene und günstige Sachen ergatter und meistens bei Auktionen auch der Höchstbietende bin. eBay ist im Grunde ja nicht schwer, man geht auf die Webseite, sucht nach einem bestimmten Begriff, beobachtet das Objekt seiner Begierde und bietet dann darauf. Wenn man etwas länger dabei ist, merkt man aber, wann welche Gebote am meisten Erfolg versprechen und wie man auch seltene Klamotten und andere Sachen auf eBay findet.

Zuallererst die Suche: Als Beispiel tippe ich einmal ‘Desigualkleid’ ein und klicke auf ‘Finden’. So bekomme ich schon knapp unter 1000 Einträge angezeigt. Links kann ich dann Merkmale wie Größe, Länge, Stil etc. anklicken und so die Suche einschränken. Solch eine Suche ist ganz gut, wenn man sich einen groben Überblick verschaffen will, was alles auf eBay an Desigualkleidern geboten wird. Wohlgemerkt wenn ich nach “Desigualkleid“ suche..

Wenn ich jetzt, experimentierfreudig wie ich bin, stattdessen mal nach „Desigual Kleid“ suche, also die beiden Worte getrennt schreibe, bekomme ich – tadaaa- auf einmal ganz andere Ergebnisse und diesmal sind es sogar knapp unter 2000! Die Schreibweise ist (auf) eBay also alles andere als egal. Man muss als Käufer immer versuchen, mit dem Kopf des Verkäufers zu denken (und umgekehrt). Wie würde ich selber einen solchen Artikel bezeichnen wenn ich ihn verkaufen will? Variationen sind bei der Suche nützlich. Versucht es zum Beispiel spaßeshalber auch mal mit ‘desingual’. Vertippter passieren auch bei eBay-Auktionen und zeigen Artikel, die sonst nur von wenigen Leuten gefunden werden. eBay ist dabei unfreiwillig kooperativ. Gibt man einen Begriff in die Suchleiste ein, zeigt eBay darunter eine Reihe von verwandten Begriffen, nach denen man ebenfalls suchen könnte.auktion

Wenn man außerdem ein gewisses Merkmal einschließen möchte – wie zum Beispiel Knöpfe oder dass das Kleid schwarz sein soll, dann kann ich einmal versuchen, dies links bei den Einstellungen anzuklicken. Ist die Option aber nicht gegeben (ich bezweifele, dass man gesondert nach geknöpften Kleidern suchen kann)  tippt man stattdessen einfach folgendes in die Suchleiste: „Desigual Kleid schwarz knöpfe“ und aktiviert das kleine Feld unter dem Button ‘Finden’, welches die Beschreibung mit einschließt. Die Suche zeigt jetzt Artikel an, bei denen das Wort ‘Schwarz’ und ‘Knöpfe’ vom Verkäufer in der ArtikelBESCHREIBUNG verwendet wurde. Man kann natürlich auch nur in den Titeln suchen, in dem man das Kästchen unbeachtet lässt, erhält so aber in der Regel weniger Ergebnisse.

Als nächstes zum Bieten: Die meisten Gebote werden bei eBay erfahrungsgemäß innerhalb der letzen Minute abgegeben. Das ist irrwitzig, wenn man sich überlegt, dass auf einen Artikel so vielleicht Tagelang kein einziges Gebot entfällt und in der letzten Minute kloppen sie sich dann darum.

Und warum ist das so? Wer später bietet. gibt seinen Konkurrenten weniger Zeit, zu überbieten und außerdem erweckt eine Auktion ohne Gebote den Anschein, nicht interessant zu sein. 😉 Wer spät bietet kann natürlich immer noch überboten werden, wenn er nicht sogar zu spät ist und die Auktion bereits vorbei. Ich biete im Schnitt innerhalb der letzten 12 Sekunden, das reicht gerade noch, ein Gebot abzugeben und bietet dem anderen nicht wirklich Zeit sich noch einen vernünftigen Gegenpreis zu überlegen. Wenn man dann bietet, dann NICHT 50 Cent mehr als das aktuelle Gebot, so ist man schnell direkt wieder überboten. Stattdessen überlegt man sich vorher seinen absoluten Höchstpreis, den man bereit wäre zu zahlen. Diesen gibt man in den letzten 15 Sekunden ein. Meistens erhält man so den Zuschlag und das noch unter dem eigenen Höchstpreis.

Und es gibt bei den Geboten noch einen Trick. eBay staffelt die Gebote in 50-Cent Schritten. Also 1 Euro, 1,50 Euro, 2 Euro usw. Wenn das aktuelle Gebot nun bei 5 Euro steht und ich bereit bin, höchstens 8 Euro zu zahlen, gebe ich als Höchstgebot 8,02 Euro ein. Ich weiß nicht ob es ein Bug ist, aber wenn nun jemand auf den Artikel bietet und sagen wir ebenfalls 8 Euro setzt, dann erhalte ich den Zuschlag für 8,02 weil ich 2 Cent mehr geboten habe, obwohl der nächste Schritt eigentlich 8,50 Euro sein sollte. Dasselbe funktioniert übrigens auch mit 8,52 oder 8,53 Euro.. wählt einfach einen kleinen Centbetrag.

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Schlussfolgend ist 8,49 das dümmste Gebot, das ihr setzten könnt, da schon jemand der 8,50 bietet euch theoretisch überbieten könnte. An dieser Stelle: Ich übernehmen KEINE Garantie für diese Technik, bei mir hat es bislang so funktioniert, vielleicht hat eBay aber auch inzwischen nachgebessert.

Und last but not least etwas zum Thema BIETAGENTEN. Manche haben vielleicht schon mal davon gehört und sind sich nicht sicher, ob diese überhaupt legal sind. Laut eBay AGBs sind sie’s nicht, auf der anderen Seite widerspricht sich eBay dabei jedoch selbst, denn es gibt einen hauseigenen ‘Bietagenten’, der automatisch auf das höchstgebot des Käufers hochgeht. Ich bin ein Fan von Bietagenten. Ich muss nicht mehr in den letzten Minuten vorm Rechner sitzen und “Aktualisieren” triggern oder mich kurz bei meinen Freunden entschuldigen. Ich setzte einfach einen Tag vorher (oder wann auch immer) ein Gebot auf Snip.pl fest und lasse das Programm für mich bieten. Genauer werde ich das noch in einem gesonderten Blogpost beschreiben, damit das hier kein Roman wird.

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