Bachelorarbeit – oder: wie werde ich Junggeselle der Kunst

Ein wenig wundere ich mich ja schon, dass neben der Bachelorarbeit keine weiteren Prüfungen notwendig sind, um seinen BA – Bachelor of Arts  (bin ich dann ein „Junggeselle der Kunst“, yay) zu kriegen. Ehrlich, merkt so überhaupt jemand, dass man praktisch klammheimlich seinen Abschluss erreicht hat.

Nach gut drei Jahren. Auf einmal so BÄM, Bachelor!

Okay.. Dann hab ich mir jedoch sagen lassen, dass man gut ein halbes Jahr nach der Bewertung der Arbeit zu einer Abschlussfeier eingeladen wird. Also muss es irgendwie ja doch durchsickern. 😉  Leider ist das grade noch Zukunftsmusik und ich steh‘ jetzt erstmal vor dem größten Berg, der sich da Themenfindung für die Bachelorarbeit nennt. Und davon sollen gleich drei Vorschläge präsentiert werden. Ack. Der Kurs mit dem klangvollen Namen “Bedeutungskonstitutionen in der Werbung” meint letztlich nichts anderes als einen Kurs über die Wirrungen des geschickten Sprachgebrauchs in der Werbung – kombiniert mit möglichst emotionalen Bildern die Leute zum Kauf anregen soll (oder dazu, sich und ihren Dackel bei der XYZ versichern zu lassen).

Bilder kommen immer gut, hat man uns gelehrt.HatGuy_300dpi_60 Emotionale Bilder über glückliche Familien, über Autos, Schmuck, Höhlenkäse. (.. ich weiß nicht wieso mir dieses Beispiel so im Kopf hängen geblieben ist. Wir haben tatsächlich anderthalb Stunden über die Anzeigengestaltung von Höhlenkäse diskutiert). Naja jedenfalls: Werbung heute muss emotional sein, sonst packt das niemanden mehr.

Ich würd ziemlich gerne eine Arbeit darüber schreiben, wie Werbung den Leuten den Kopf verdreht und warum wir an der Käsetheke bei all der Auswahl regelrecht emotional werden. Stattdessen wird es aber vermutlich eine Arbeit über Metaphern oder Frame-Shifting in der Anzeigenwerbung. Das kann auch spannend sein – vermute ich. Bisher habe ich den Katalog der Unibib durchforstet und schon einige Bücher vorgemerkt, die sich allgemein mit Sprache in der Werbung befassen und das sind ganz schön viele. Vor allem solche mit psychologischer Sichtweise.

Anzeigen habe ich mir schon ein paar rausgesucht, müsste jetzt aber erstmal Rücksprache mit dem Dozenten halten. Die Plakate von der Lufthansa finde ich jedenfalls gelungen. Das ist eine ganze Kampagne, bei der mit diesen kurzen Slogans gearbeitet wird, die sich entweder reimen oder bei denen mit Anaphern gearbeitet wird. Lufthansa-Business(Ja ich gebs zu, das musste ich jetzt nachschlagen, mein Rhetorikkurs ist auch nicht mehr so ganz frisch ;-)) Auf jeden Fall sagt Wikipedia die Anapher ist „eine einmalige oder mehrfache Wiederholung eines Wortes (oder einer Wortgruppe) am Anfang aufeinander folgender Sätze.“ Na wieder was gelernt.

Schreibe einen Kommentar:

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.